Ein Schuhkarton an der Decke

Nach längeren Überlegungen hatten wir uns ja für eine Lüftungsanlage von Aereco entschieden, mit dezentralen Zuluftelementen in den Rollladenkästen und Abluftelementen in der Küche und den Bädern. Leider gab es noch vor dem Einbau zwei negative Überraschungen, was diese Anlage betrifft. Zum Glück konnten wir beide Probleme ausräumen bzw. abmildern.

Die erste Überraschung betraf den eigentlich zugesicherten Einbau von Pollenfiltern. Da Andrea Allergikerin ist, war es uns sehr wichtig, die Pollenbelastung in der Zuluft zu minimieren. Das hatten wir von Anfang an bei den Besprechungen mit Keitel-Haus auch immer wieder betont. Bei zentralen Lüftungsanlagen ist der Einbau eines entsprechenden Filters sehr einfach, da die gesamte Zuluft über ein großes Gerät läuft. Wie sich inzwischen aber herausgestellt hat, ist das bei unseren zahlreichen dezentralen Zuluftelementen laut Hersteller aus Platz- und Wartungsgründen nicht möglich. Wir wurden in dieser Hinsicht also leider falsch beraten von Keitel-Haus.

Eine Notlösung scheint es doch zu geben. In einem längeren Telefonat konnte ich einem Aereco-Techniker entlocken, dass es sehr wohl möglich ist, von Hand ein Pollenvlies in die Zuluftelemente einzusetzen. Da dieses aber alle paar Wochen ausgetauscht werden müsste (im Einsatz wäre es bei uns aber ohnehin nur wenige Monate im Jahr) wäre der Wartungsaufwand so groß, dass Aereco diese Lösung nicht offiziell so einsetzen möchte. Da es nun aber keine einsprechend zugeschnittenen Einsätze gibt, müssen wir das eben von Hand erledigen. Es wird sich noch herausstellen, wie gut das funktioniert…

Die zweite negative Überraschung erlebten wir in Form eines Schuhkarton-ähnlichen Abluftelements (siehe die beiden ersten Fotos oben). Dieses hässliche Etwas beinhaltet eigentlich nur einen Fettfilter und wird über die normalen Aereco-Abluftelemente (die auch schon alles andere als Designpreis-würdig sind) gestülpt. Laut Prospekt (siehe drittes Foto) wird dieser Kasten mit dem Charm einer Achziger-Jahre-Lautsprecheranlage tatsächlich so an die Wand geschraubt. Unglaublich, dass wir angeblich die ersten sind, die damit ein Problem haben?! Hier kam die Rettung in Form unseres wieder einmal sehr pragmatisch agierenden Bauleiters: Das Element ließ sich weitgehend in die Decke versenken, so dass nur noch der abnehmbare Deckel etwa 2 cm aus der Decke hervorsteht. Damit können wir sehr gut leben.

Natürlich hätten wir uns im Vorfeld eine bessere Beratung gewünscht, was diese beiden Themen anging. Wir bekamen niemals ein Abluftelement zu Gesicht, auch kein Foto davon. Auch das verwendete Modell wurde uns nie genannt, so dass wir es selbst recherchieren konnten. Lediglich das Zuluftelement konnten wir bei der Bemusterung in die Hand nehmen, allerdings noch mit dem Kenntnisstand, dass Pollenfilter leicht einzubauen wären. Hier gibt es für kommende Kunden sicherlich Verbesserungspotential bei Keitel-Haus.

 

 

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