Die EthikBank an und auf unserer Seite

Wie schon in einem früheren Beitrag erwähnt, läuft unsere Baufinanzierung über die EthikBank in Eisenberg/Thüringen. In diesem Beitrag einige Gedanken zu unserer Wahl des Finanzierungspartners und den bisherigen Erfahrungen mit der Bank.

Der ein oder andere Leser fragt sich sich vielleicht, wie man als Bauherren aus dem Herzen Bayerns ausgerechnet zu einer kleinen thüringischen Bank findet. Natürlich haben wir uns auch in Schrobenhausen von den lokalen Banken (Sparkasse, Schrobenhausener Bank) beraten lassen. Die Sparkasse war ein bisschen nervig, was Gehaltsnachweise u.ä. anging, und die Schrobenhausener Bank (Volksbanken/Raiffeisenbanken) wollte uns irgendwas mit Bausparer aufschwatzen, aber nachdem wir uns klar ausgedrückt hatten, was wir wollen, waren beide Angebote am Ende wirklich sehr brauchbar. Von Anfang an Abstand genommen hatten wir von Online-Banken oder Großbanken, da uns persönlicher Kontakt zu einem Kundenberater sehr wichtig erschien und diese Banken tendenziell alles bürokratischer abhandeln. Ein weiteres Angebot haben wir uns von der EthikBank machen lassen, weil ich dort schon seit Jahren Kunde bin. Dazu muss man wissen, dass die EthikBank zu den wenigen „alternativen Banken“ in Deutschland gehört, zusammen mit beispielsweise der GLS-Bank in Bochum. Aufmerksam geworden bin ich darauf vor Jahren beim Lesen von Pater Anselm Grün’s Buch „Ethisch Geld anlegen“, das ich nur jedem ans Herz legen kann. Die EthikBank legt strenge Maßstäbe an, die z.B. Investments in Kinderarbeit, Atomkraftwerke oder Militärwaffen kategorisch ausschließen. Zudem legt sie als „gläserne Bank“ bis ins Detail offen, in welche Wertpapiere sie investiert und wofür die Kundenkredite verwendet werden. Wirklich bemerkenswert! Wer denkt, dass dies auf Kosten günstiger Konditionen gehen muss, liegt falsch: Die EthikBank machte uns auch noch das beste Angebot (1,38% Effektivzins bzw. 1,35% Nominalzins; dazu 15 EUR Gebühr pro Jahr – aktuell scheinen die Konditionen sogar noch besser zu sein). Wir mussten also nicht mehr lange überlegen.

Die bisherigen Erfahrungen mit der EthikBank waren durchwegs positiv. Man hat schnell und ohne Warteschleife einen freundlichen Mitarbeiter am Telefon, wenn man mal eine Frage hat, und die Auszahlungen laufen schnell und unkompliziert. Dazu maile ich einfach einen Scan der Rechnung an die EthikBank, die mir den entsprechenden Betrag dann in ein oder zwei Tagen auf mein Girokonto überweist. Einmal kam die Rückfrage nach dem Baufortschritt. Mit einem Hinweis auf diesen Blog war auch diese Frage schnell und unkompliziert geklärt. Von anderen Bauherren haben wir erfahren, dass diese ständig Scherereien mit ihrer Bank haben, z.B. weil diese jede einzelne Rechnung zu Gesicht bekommen will, sei sie noch so klein, oder weil sie ständig detailliert den Baufortschritt wissen möchte. Von diesen oder anderen Problemchen blieben wir bisher verschont. Inzwischen haben wir den Kredit in voller Höhe abgerufen, und es gab keinerlei Schwierigkeiten. Wir können die EthikBank als Finanzierungspartner also uneingeschränkt weiterempfehlen!

BeruehrenNachdem sie von unserem Blog erfahren haben, wurden wir von der Bank angesprochen, ob sie unser Hausbau-Projekt auf ihrer Website vorstellen und verlinken dürfen. Da haben wir natürlich gerne zugestimmt. Herausgekommen ist ein kleiner Artikel mit einigen unserer Gedanken zu ökologisch sinnvollem Bauen. Nette Aktion der EthikBank, vielen Dank dafür!

Ein Schuhkarton an der Decke

Nach längeren Überlegungen hatten wir uns ja für eine Lüftungsanlage von Aereco entschieden, mit dezentralen Zuluftelementen in den Rollladenkästen und Abluftelementen in der Küche und den Bädern. Leider gab es noch vor dem Einbau zwei negative Überraschungen, was diese Anlage betrifft. Zum Glück konnten wir beide Probleme ausräumen bzw. abmildern.

Die erste Überraschung betraf den eigentlich zugesicherten Einbau von Pollenfiltern. Da Andrea Allergikerin ist, war es uns sehr wichtig, die Pollenbelastung in der Zuluft zu minimieren. Das hatten wir von Anfang an bei den Besprechungen mit Keitel-Haus auch immer wieder betont. Bei zentralen Lüftungsanlagen ist der Einbau eines entsprechenden Filters sehr einfach, da die gesamte Zuluft über ein großes Gerät läuft. Wie sich inzwischen aber herausgestellt hat, ist das bei unseren zahlreichen dezentralen Zuluftelementen laut Hersteller aus Platz- und Wartungsgründen nicht möglich. Wir wurden in dieser Hinsicht also leider falsch beraten von Keitel-Haus.

Eine Notlösung scheint es doch zu geben. In einem längeren Telefonat konnte ich einem Aereco-Techniker entlocken, dass es sehr wohl möglich ist, von Hand ein Pollenvlies in die Zuluftelemente einzusetzen. Da dieses aber alle paar Wochen ausgetauscht werden müsste (im Einsatz wäre es bei uns aber ohnehin nur wenige Monate im Jahr) wäre der Wartungsaufwand so groß, dass Aereco diese Lösung nicht offiziell so einsetzen möchte. Da es nun aber keine einsprechend zugeschnittenen Einsätze gibt, müssen wir das eben von Hand erledigen. Es wird sich noch herausstellen, wie gut das funktioniert…

Die zweite negative Überraschung erlebten wir in Form eines Schuhkarton-ähnlichen Abluftelements (siehe die beiden ersten Fotos oben). Dieses hässliche Etwas beinhaltet eigentlich nur einen Fettfilter und wird über die normalen Aereco-Abluftelemente (die auch schon alles andere als Designpreis-würdig sind) gestülpt. Laut Prospekt (siehe drittes Foto) wird dieser Kasten mit dem Charm einer Achziger-Jahre-Lautsprecheranlage tatsächlich so an die Wand geschraubt. Unglaublich, dass wir angeblich die ersten sind, die damit ein Problem haben?! Hier kam die Rettung in Form unseres wieder einmal sehr pragmatisch agierenden Bauleiters: Das Element ließ sich weitgehend in die Decke versenken, so dass nur noch der abnehmbare Deckel etwa 2 cm aus der Decke hervorsteht. Damit können wir sehr gut leben.

Natürlich hätten wir uns im Vorfeld eine bessere Beratung gewünscht, was diese beiden Themen anging. Wir bekamen niemals ein Abluftelement zu Gesicht, auch kein Foto davon. Auch das verwendete Modell wurde uns nie genannt, so dass wir es selbst recherchieren konnten. Lediglich das Zuluftelement konnten wir bei der Bemusterung in die Hand nehmen, allerdings noch mit dem Kenntnisstand, dass Pollenfilter leicht einzubauen wären. Hier gibt es für kommende Kunden sicherlich Verbesserungspotential bei Keitel-Haus.

 

 

Elektroinstallation, Dach und Gipsuntersicht

Etwa eine Woche nach Beginn der Sanitärinstallation, also Mitte Mai, machte sich auch unser Elektroinstallateur von der Fa. Reichenbach an die Arbeit, unser Haus zu verkabeln. Dies verlief weitgehend nach Plan, da wir die geplanten Steckdosen und Netzwerk-Anschlüsse (SAT oder Homeway nutzen wir nicht) sowie die Gegensprechanlagen für EG und DG schon zuvor in unserem Elektroplan eingereicht haben. Die Installationskanäle wurden dementprechend schon im Werk in die Wände eingebaut. Nur an einigen Stellen war das aus statischen Gründen nicht möglich, so dass einige Steckdosen gestrichen oder verschoben werden mussten. Und wenn es uns ganz wichtig war, musste sich unser Elektriker seinen eigenen Weg eben selbst durch die Wände bahnen 😉 Neu dazugekommen sind noch LED-Spots in der Decke in Küche und Flur, im Bad wollten wir von Anfang an welche. Dazu mehr in einem der nächsten Beiträge.

Aufgrund des unsicheren Wetters waren wir froh, als am 18. Mai endlich das Dach gedeckt wurde. Zum Glück hat sich aber herausgestellt, dass die Folie, die unser Dach solange geschützt hat, tatsächlich wie versprochen dicht war und das Dachgeschoss komplett trocken blieb.

Nachdem die Stromleitungen für die einzelnen LED-Spots verlegt waren, konnten die Monteure von Keitel-Haus Anfang Juni nun auch die sogenannte „Gipsuntersicht“ fertigstellen, also die Beplankung der noch offenen Decken mit Gipskartonplatten.

Auch diese Arbeitsschritte verliefen weitgehend problemlos. Ein paar Diskussionen zwischen den Handwerkern gab es (z.B. habe der Elektriker die Folie gegen aufsteigende Feuchtigkeit seitlich weggemacht, um seine Kabel zu verlegen, aber sie anschließend nicht wieder befestigt; und in einer paar Löchern fehlte die Ausschäumung) – aber außer diesen Kleinigkeiten haben wir nichts mitbekommen. Und Fachleute im Bekanntenkreis staunen auch weiterhin, wie sauber und korrekt auf unserer Baustelle gearbeitet wird. Somit weiterhin alles im grünen Bereich 😎

Sanitärinstallation abgeschlossen

Noch während die Treppen eingebaut wurden, hatten sich die beiden Installateure von der Fa. Brehl schon an die Arbeit gemacht, um die Leitungen für Frisch- und Abwasser sowie für die Belüftungen zu verlegen. Ende Mai haben sie noch die Geräte im Technikraum eingebaut, so dass die Sanitärinstallation Anfang Juni abgeschlossen war. Wir haben den Eindruck, dass hier durchdacht und mit Sorgfalt vorgegangen wurde und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Lassen wir heute mal die Bilder sprechen:

Als Erstes wurden die Abwasserrohre, die Leitungen für das warme und kalte Frischwasser sowie die Hauptleitungen für die Fußbodenheizung (von der Heizung zu den Verteilern) verlegt. Die Leitungen laufen auf dem Fußboden und werden später vom Estrich bedeckt. Um die Rohre in die höheren Stockwerke zu bekommen, wurden die Decken durchbohrt.

Unsere Lüftungsanlage besteht ja aus dezentralen Zuluft-Elementen an den Fenstern sowie drei Abluftelementen, die an eine zentrale Abluft-Anlage angeschlossen sind. Die Abluftleitungen hierfür wurden von den beiden Bädern und der Küche zum Technikraum geführt, und zwar über das darüberliegende Geschoss. Die Leitungen verschwinden dann ebenso im Estrich. Sehr schön: Die Kreuzungen mit den Wasserleitungen wurden sehr ordentlich und aufgeräumt verbaut (rechtes Bild oben).

Im linken Bild ist der in eine Vorwand eingebaute Toiletten-Spülkasten zu sehen. Das Foto in der Mitte zeigt einen in die Wand verbauten Heizkreisverteiler für die Fußbodenheizung. Dieser kommt in jedem Stockwerk zum Einsatz und verteilt das Heizwasser auf die (hier noch fehlenden) Heizleitungen in die einzelnen Zimmer. Rechts sieht man das Aereco-Abluftgerät: Durch die Leitungen im darüberliegenden Geschoss kommt die Abluft in den Kasten und wird durch einen Wanddurchbruch (hinten rechts zu sehen) ins Freie geführt. Praktisch: Das Gerät ist viel kleiner als von uns befürchtet und hängt an der Decke. Darunter bleibt also genug Platz zum Aufstellen unserer Waschmaschine und unseres Wäschetrockners.

Links noch ein Foto vom Bad, durch das die meisten Installationsleitungen laufen. Hier sieht man sehr schön, wie übersichtlich die Leitungen geführt werden. Auf der linken Seite laufen die drei Lüftungsrohre aus Gäste-Bad, Bad und Küche zusammen und gehen durch den Boden in das vorher gezeigte Aereco-Abluftgerät.

Rechts ein Foto vom (aus Wasserinstallations-Sicht) fast fertigen Technikraum mit unserer Wolf-Gasheizung und dem Speichertank für die Solarthermie-Anlage. Auf eine Umwälzpumpe für das Warmwasser haben wir übrigens verzichtet, da die entsprechenden Leitungen nur einen kurzen Weg haben – das Bad liegt unmittelbar über dem Technikraum, das Gäste-Bad (fast) daneben und nur bis zur Küche sind es etwa 8 Meter.

Wie bereits gesagt, waren wir mit der geleisteten Arbeit sehr zufrieden. Damit wurde der erste nicht ganz so positive Eindruck von der Fa. Brehl (sie wollten 100% Vorkasse, was wir unseriös und auch etwas dreist finden) wieder wettgemacht. Die Installateure waren auch persönlich sehr nett und wir hatten zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass hier irgendetwas gehetzt oder schlampig gemacht wurde. Hoffentlich geht’s weiter so :-)

Spachteln und Malern in luftiger Höhe

Eine gute Möglichkeit, beim Hausbau Kosten zu sparen, sind ja die sogenannten „Eigenleistungen“. Das heißt, man erledigt bestimmte Arbeiten selbst, anstatt sie an eine Firma zu vergeben, und spart damit zwar selten Material-, aber meist doch die Arbeitskosten. Nun macht das in unserem Fall nur bedingt Sinn: Erstens haben wir beide recht wenig handwerkliche Erfahrung, und zweitens stapelt sich bei mir als freiberuflichem Softwareentwickler zur Zeit die Arbeit auf dem Schreibtisch. Bevor ich also zur Bohrmaschine greife, ist die Zeit am PC mit Sicherheit besser investiert, und der erfahrene Handwerker arbeitet schneller und qualitativ hochwertiger als ich. Wäre ja auch komisch, wenn ich als Laie das Gleiche leisten könnte, wie jemand, der eine Ausbildung für sein Gewerk absolviert und schon einige Berufserfahrung gesammelt hat. Insofern haben wir entschieden: Lieber die Hände weg von der Baustelle :-)

Zwei Gewerke haben wir aber an lokale Handwerker vergeben haben, nämlich das Legen des Fußbodens und die Maler- und Spachtelarbeiten. Nun ergab es sich so, dass im Hauswirtschafts-/Technikraum die Leitungen überputz verlegt werden und es deshalb sehr ratsam war, die mit Gipskartonplatten beplankten Wände dort schon unmittelbar nach Hausstellung zu spachteln und zu malern. Nach dem Verlegen der Leitungen und dem Einbau der diversen Geräte wäre man sonst nicht mehr wirklich gut hingekommen. Diese kleine Aufgabe haben wir dann doch selbst in die Hand genommen – ein bisschen was will man ja doch gemacht haben am eigenen Haus. Vielen Dank auch an Ralph für die fachkundige Anleitung und tatkräftige Hilfe :-)

Die zweite Aufgabe war der Endanstrich des Dachüberstands. Wir haben uns von unseren Blog-Kollegen sagen lassen, das man das sehr gut selbst machen kann und so war es dann auch. Ganz oben vom Gerüst hat man auch einen wunderschönen und einmaligen Blick auf die Umgebung!

 

Die Treppe ist eingebaut

Nachdem die Woche der Hausstellung (Anfang Mai) durch einen Feiertag am Donnerstag unterbrochen war, kamen die Handwerker von Fa. Schön erst die folgende Woche, um die beiden Treppen ins Ober- und ins Dachgeschoss einzubauen. Überraschend für uns haben die Jungs das aber tatsächlich an einem einzigen Tag geschafft! Und so konnten wir unsere Baustelle innen nun ganz ohne Leiterkraxeln besichtigen.

Vor Ort waren auch schon die Sanitärinstallateure sowie der Elektriker. Zusammen mit unserem Bauleiter haben wir die Details nochmal durchgesprochen, z.B. die Höhe der Waschbecken und der Toiletten. Auch den von uns gezeichneten Elektroplan galt es nochmal im Detail durchzusprechen und auf seine Praxistauglichkeit hin zu prüfen. Erfreulicherweise können wir das meiste so umsetzen, wie erhofft. Nur dort, wo aufgrund der Statik keine Installationskanäle in die Wände gemacht werden konnten, müssen wir einige Elektro- und Netzwerkanschlüsse ein wenig verschieben.

Die Bilder vom zweiten Tag der Hausaufstellung habe ich glücklicherweise wieder gefunden und im vorigen Beitrag ergänzt :-)

Des freien Waldes freies Kind

Was wär das Leben ohne die Musik? Jedenfalls ist sie mir eine sehr willkommene Abwechslung zum Häuslebauen und zum Programmieren :-) Und so freut’s mich besonders, auch Teil einer kleinen, aber feinen Volksmusikgruppe mit dem Namen Reiderweiberhias sein zu dürfen, die gerade im Schrobenhausener Raum ihr Unwesen treibt. Herzliche Einladung an alle Musikfreunde aus Schrobenhausen und Umgebung zu unserem kleinen Konzert am Donnerstag, den 23. Juni 2016, um 19 Uhr in der Buchhandlung an der Stadtmauer (Reservierung: Tel 08252 889301).

In unserem Programm beschäftigen wir uns mit der Schriftstellerin Emerenz Meier aus dem Bayerischen Wald, suchen aber auch den Bezug zu heute und zu den Erlebnissen aus der Kindheit der Reiderweiber in der Holledau. Musikalisch spannen wir einen Bogen zwischen bayerischer Stubenmusi bis hin zu feurigen Klängen aus dem Balkan. Lasst’s Euch überraschen :-)

Hausstellung, 2. Tag, und Richtfest

Auch am zweiten Tag der Hausstellung lief alles nach Plan, und auch das Wetter spielte mit. Abends konnten wir zusammen mit dem Stelltrupp und unseren Familien ein kleines Richtfest feiern.

Am Montag, den 2. Mai, hatte der eingespielte Stelltrupp ja bereits die Wände des Erd- und Obergeschosses sowie die Decke des Erdgeschosses montiert, am Dienstag folgte dann die Obergeschossdecke, das Dachgeschoss sowie der Dachstuhl. Wie schon am Tag davor kamen wir mit dem Schauen kaum hinterher, und ähnlich ging es wohl den Nachbarn und Passanten, die gleichfalls ungläubig die Baustelle beobachteten :-) Wir haben zwar fleißig den Fotoapparat bedient, doch leider scheinen die Fotos in den Tiefen unserer Festplatte verschwunden zu sein (Nachtrag: sie sind wieder aufgetaucht, ich habe sie ganz unten ergänzt!). Falls sie noch auftauchen, liefere ich sie natürlich nach. Dafür gibts aber ein Zeitraffervideo der Hausstellung (Tag 1 und Tag 2)! (Die Qualität des hier veröffentlichen Videos haben wir so reduziert, dass die Arbeiter unerkannt bleiben)

Da unser Stelltrupp bereits Mittwoch mittag abreisen wollte (Donnerstag war Feiertag), haben wir abends noch ein kleines Richtfest gefeiert. Ein kleines Bäumchen (aus dem elterlichen Garten entwendet), geschmückt mit bunten Bändchen (aus der elterlichen Vorratskammer entwendet), wurde von einem Handwerker oben auf das Gerüst steckt. Danach gabs bayerischen Leberkas mit Kartoffelsalat und Semmeln für die fleißigen Handwerker und unsere Familien :-)

Ein Foto haben wir doch noch: Die glücklichen Bauleute vor ihrem neuen Haus!

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Nachtrag: Hier nun eine Auswahl der inzwischen wiederaufgetauchten Fotos vom 2. Tag der Hausstellung :-)

 

 

 

 

Hausstellung, 1. Tag

Anfang Mai kam der lange ersehnte Tag, an dem ein eingespielter Stelltrupp mit Hilfe eines Autokrans unser Haus aufstellte. Bis zum Abend standen die Wände schon bis zum Obergeschoss.

Nachdem unser Stelltermin mehr als zwei Wochen nach vorne gezogen wurde, rollten der Autokran und der erste LKW bereits am Montag, den 2. Mai, pünktlich um 6:30 Uhr auf den gesperrten Parkplatz auf der Nordseite unseres Grundstücks. Obwohl Andrea um 7 Uhr in die Schule musste, konnte sie also die ersten Vorbereitungen der Hausstellung noch mit beobachten. Als sie am frühen Nachmittag zurückkam, stand bereits das gesamte Erdgeschoss.

Probleme gab es bei der Anfahrt des zweiten LKWs, denn dieser hatte keine lenkbaren Hinterachsen. Zwar hatten wir, wie mit Keitel abgesprochen, vorsichtshalber die Parkplätze auf einer Straßenseite vor der Kurve sperren lassen, doch ein einzelner Autofahrer ignorierte das absolute Halteverbot und stellte sich dümmstmöglich genau in den nötigen Rangierbereich. Zum Glück hatte der LKW-Fahrer sein Gespann perfekt im Griff und schaffte es dann doch in Zentimeterarbeit um die Kurve, so dass uns der Abschleppdienst erspart blieb…

Eine erste Verschaufspause gab es am frühen Nachmittag, als unsere ehemalige Mitbewohnerin Laura für den Stelltrupp und uns einige Partypizzas bestellte. Bis zum Abend wurden dann noch die Wände des Obergeschosses montiert.

Nach dem Feierabend konnten wir den ersten Blick in den Rohbau wagen. Ein tolles Gefühl! Besonders, wenn man sich vom ersten Moment an heimisch fühlt :-)

Ein stabiles Fundament

Ende April wurde die Bodenplatte gegossen: An sich eine unkomplizierte Sache, aber am Ende gabs doch noch ein wenig unerwarteten Nervenkitzel…

Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man nicht mehr selbst in der Verantwortung steht, dass alles richtig ausgeführt wird. Denn wir hatten vertraglich vereinbart, dass Keitel-Haus auch den Bodenplattenhersteller beauftragt (und würden das auch jedem zukünftigen Bauherrn empfehlen!). Wenn also irgendwas mit der Bodenplatte nicht stimmen sollte, so ist es (bis auf die Verzögerung usw.) zumindest nicht unser Risiko. Beim Abriss und der Aufschüttung war es noch anders: Keitel-Haus erwartet einen Baugrund mit gewissen Eigenschaften, und diesen herzustellen, war unsere eigene Aufgabe. Deshalb hatten wir nach der Aufschüttung auch noch einen Lastplattendruckversuch in Auftrag gegeben.

Der Bodenplatte schauten wir also halbwegs entspannt entgegen, und es lief auch reibungslos mit der Firma Klotz. Die Streifenfundamente waren schnell ausgehoben und gegossen, und am zweiten Tag wurden die Abwasserrohre und Leerrohre für die Versorger (Gas, Strom, Telekom, Frischwasser) verlegt. Hier musste ich nur kurzfristig ein Verbindungsteil zwischen den neuen KG-2000-Rohren und unserem alten Revisionsschacht-Anschlussrohr aus Ton besorgen (was trotz bemerkenswerter Baumarktdichte in Schrobenhausen gar nicht so leicht war). Am dritten Tag wurden schließlich die Bewehrungsmatten verlegt und die Bodenplatte selbst gegossen. Wir haben auf ausdrücklichen Rat unserer Statiker im Bekanntenkreis nämlich keinen Stahlfaserbeton bestellt, sondern arbeiten ganz klassisch mit Betonstahlmatten. Die genaue Begründung dafür haben wir leider schon wieder vergessen, aber diesen Sonderwunsch gab es zum Glück auch ohne Aufpreis 😉

Ein wenig Nervenkitzel gab es dann aber doch noch. Am zweiten Tag haben die Stadtwerke Schrobenhausen die Abwasserleitungen am offenen Graben besichtigt und uns nochmal auf den (von uns schon lange vergessenen) nötigen Dichtheitstest hingewiesen. Dieser darf aber nicht von der Baufirma selbst durchgeführt werden. Nun lief uns die Zeit davon, denn am Tag darauf sollte ja schon betoniert werden, und danach kommt man, naja, irgendwie schlecht an die Rohre ran… Ich habe also sehr kurzfristig noch eine Kanalbaufirma organisieren müssen und wurde schließlich bei der Firma Schad in Ingolstadt fündig. Die Bodenplattenfirma machte für uns solange einen unverbindlichen Test, der reibungslos geklappt hat (am Ende dichtmachen; Wasser in alle Rohre; eine Stunde abwarten; Wasser noch drin; alles gut). Als dann am folgenden Tag die zweite Kanalbaufirma den Test durchführte (diesmal mit einem Luft-Vakuum), lag also eine leichte Spannung in der Luft, aber zum Glück ging alles gut :-)